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Print Design für IBBF

Transformation
sichtbar machen

Für das IBBF – Institut für Betriebliche Bildungsforschung habe ich einen Bericht über transformationsrelevante Inhalte in der Ausbildung gestaltet. Die Publikation dokumentiert Ergebnisse des Modellprojekts »Zukunft Lausitz: Unterstützung des Strukturwandels durch Erweiterung bestehender Berufsbilder« im Rahmen der Lernortkooperation LOK LAUSITZ.

Bereich: Print Design /
Umfang: Editorial Design, Layout, Satz, Infografik /

Ein Bericht über Inhalte im Wandel

Der Bericht stellt eine Frage, die weit über die einzelne Publikation hinausreicht: Welche Ausbildungsinhalte werden relevant, wenn sich Berufsbilder, Technologien und regionale Wirtschaftsstrukturen verändern? Im Zentrum steht die Lausitz als Region im Strukturwandel — und mit ihr die Frage, wie berufliche Bildung auf Energiewende, neue Technologien und veränderte Kompetenzanforderungen reagieren kann.

Die Broschüre sollte diese Inhalte nicht bloß ablegen, sondern zugänglich machen. Für Fachpublikum aus Bildung, Forschung, Projektarbeit und regionaler Entwicklung musste ein Medium entstehen, das Orientierung gibt, Ergebnisse sichtbar macht und die Komplexität des Themas nicht unnötig erhöht.

Vielen Dank für die Gestaltung, es sieht klasse aus. Die Farben, Grafiken, alles passt sehr gut.

Rückmeldung aus dem Projekt

Farbverlauf als Sinnbild für Transformation

Die zentrale visuelle Idee liegt bereits auf der Titelseite: Transformation wird als Übergang sichtbar. Ein Farbverlauf zieht sich über Cover, Umschlagseiten und den Einstieg in den Inhalt. Er steht sinnbildlich für den Wechsel von einem Zustand in einen anderen — und passt damit direkt zum Thema des Berichts.

Gleichzeitig erinnert die Farbigkeit an eine Heatmap. Dadurch entsteht ein zweiter Bezug: zur Befragung, zur Auswertung und zur Sichtbarmachung von Daten. Der Bericht bekommt damit eine visuelle Ebene, die nicht illustrativ im engeren Sinne ist, sondern inhaltlich arbeitet.

Das Logo als räumliches Gerüst und Schmuckelement

Die Titelseite wird maßgeblich vom „L“ aus der Bildmarke von LOK LAUSITZ geprägt. Dieses Element habe ich nicht nur als Logo platziert, sondern als grafische Architektur genutzt. Es gibt dem Cover einen technischen, stabilen Aufbau und erzeugt durch seine offene Form zugleich Spannung und Bewegung. Die Idee, die Bildmarke im Layout zum wiederkehrenden Element zu machen, setzt sich auf den Doppelseiten der Einleitung und Referenzliste fort.

Rahmenseiten als visuelle Atemräume

Einleitung und Referenzen nehmen im Bericht eine besondere Rolle ein. Sie rahmen den durchnummerierten Hauptteil der Publikation und setzen Anfang und Ende des Inhalts. Deshalb habe ich diese Bereiche farblich stärker abgesetzt und zusätzlich mit den Logofarben verbunden.

Diese Seiten funktionieren wie visuelle Atemräume: Sie geben dem Bericht Rhythmus, markieren Übergänge und verhindern, dass die Publikation trotz ihrer fachlichen Dichte monoton wirkt.

Viel Fachlichkeit, klare Ordnung

Der Inhalt des Berichts reicht von Einleitung und Teilnehmendenbeschreibung über Energiewende, erneuerbare Energien, fachliche und überfachliche Inhalte bis zu Wunschthemen, Hindernissen, Fazit, Referenzen und Impressum. Dazu kommen Diagramme, Tabellen und verschiedene Auswertungsebenen.

Solcher Stoff braucht kein lautes Layout, sondern verlässliche Ordnung. Typografie, Raster und Seitenlogik sorgen deshalb für ruhige Leseführung, klare Hierarchien und eine nachvollziehbare Struktur. Die vorhandenen Diagramme und Tabellen wurden gestalterisch vereinheitlicht, besser lesbar gemacht und in das Gesamtbild der Publikation integriert, ohne die inhaltlichen Aussagen zu verändern.

Was das Projekt für mich ausmacht

Der IBBF-Bericht ist für mich ein gutes Beispiel dafür, wie Print Design fachliche Inhalte nicht nur schöner, sondern verständlicher machen kann. Es ging nicht darum, einen komplexen Bericht dekorativ aufzuwerten. Es ging darum, seinen Zusammenhang sichtbar zu machen.

Die Gestaltung übersetzt Transformation in Form: über Farbverläufe, die an Übergänge erinnern; über eine Heatmap-Anmutung, die Daten und Auswertung anklingen lässt; über ein Logo-Element, das zur Architektur der Titelseite wird; und über ein Layoutsystem, das fachliche Dichte in lesbare Ordnung bringt.

Genau darin liegt für mich die Qualität des Projekts: Der Bericht wirkt nicht wie ein internes Arbeitsdokument, sondern wie eine veröffentlichungsfähige Fachpublikation mit eigener Haltung.