Corporate Design für Martin Joyeux
Die Krönung für jede Kragenweite
Für das junge Modelabel Martin Joyeux entwickelte ich 2015 ein Erscheinungsbild zwischen Exzentrik im Geiste und Klasse im Stil. Das Logo verbindet die Initialen des Markennamens zu einem Monogramm in Form einer Krone — als Symbol für Zierde, Selbstbewusstsein und die Idee, den eigenen Kragen mit einer wertvollen Herrenfliege zu krönen. Es entstand ein Markenzeichen, das Männern mit Sinn für stilvolle Eigenwilligkeit imponiert.
Bereich: Corporate Design /
Umfang: Recherche, Analyse, Farbwahl, Schriftwahl, Logo, Piktogramme, Product Naming, Kampagnen, Printsachen, Social Media, Anzeigenwerbung /
Fliegen für Gentlemen, Exzentriker, Nerds und alle dazwischen
Martin Joyeux wurde als neues Label gegründet und brauchte von Anfang an einen Auftritt, der sich einprägt. Die Produkte waren keine beiläufigen Accessoires, sondern bewusst gesetzte Statements am Kragen. Genau darin lag die Aufgabe des Erscheinungsbildes: Es sollte Klasse ausstrahlen, klar als Modelabel lesbar bleiben und eine Zielgruppe ansprechen, die mit Kleidung mehr verbindet als Funktion.
Im Zentrum stand dabei ein bestimmtes Lebensgefühl. Die Marke richtete sich an Exzentriker und stilbewusste Männer mit Affinität zu Vintage-Mode, elegantem Auftreten und einem gewissen Nonkonformismus. Das Markenzeichen musste diesem Anspruch gerecht werden, ohne sich in dekorativer Übertreibung zu verlieren.
Ein Monogramm mit doppelter Bedeutung
In der gehobenen Herrenmode gehört ein Monogramm fast zum guten Ton — ob auf ein Stofftaschentuch gestickt, auf Manschettenknöpfe graviert oder in das Portemonnaie geprägt. Auch etablierte Modelabels führen ein Monogramm als Logo — von Giorgio Armani bis Louis Vuitton. Für Martin Joyeux habe ich diesen Gedanken aufgenommen und weitergeführt. Aus den Buchstaben M und J entstand eine Ligatur, die gespiegelt zur Krone stilisiert wird.
Darin lag die eigentliche Idee des Projekts. Das Zeichen trägt den Namen des Gründers in sich und gibt der Marke zugleich eine Symbolik, die perfekt zu ihrem Anspruch passt. Wer eine Fliege von Martin Joyeux trägt, schmückt sich nicht einfach. Er krönt seinen Kragen.
„Tobias war ein absoluter Glücksfall für mich. Besonders beeindruckt hat mich seine Fähigkeit, komplexe Konzepte in klare und überzeugende Designs zu übersetzen. Dank seiner Arbeit habe ich nun eine Markenidentität, die nicht nur auffällt, sondern auch meine Werte und Ambitionen perfekt widerspiegelt. Ich kann die Zusammenarbeit mit Tobias nur empfehlen. Seine Arbeit hat wesentlich dazu beigetragen, meine Ideen zum Leben zu erwecken.“
Martin Johann Fröhlich, Gründer, Speaker, Business Angel und Lebemann
Klasse ohne barocken Überschuss
Die größte gestalterische Herausforderung lag in der Balance. Ein Zeichen mit Kronencharakter kann schnell ins Überzeichnete kippen. Für diese Marke wäre das der falsche Weg gewesen. Gesucht war keine Operetten-Königlichkeit, sondern eine Form kultivierter, spielerischer Eleganz.
Genau darin liegt die Stärke des Monogramms. Es wirkt gesetzt, prägnant und stilvoll. Die Kronen-Symbolik gibt ihm einen spielerischen Überschuss, ohne ornamental oder kitschig zu werden. So entsteht ein Zeichen, das Eindruck hinterlässt, ohne zu protzen.
Mehr als nur ein Logo
Das Erscheinungsbild endete nicht beim Monogramm. Für Martin Joyeux entstanden auch die Website, Markenbotschaften, digitale Grafiken, Kampagnenmotive, Printanwendungen und eine Naming-Logik für Produkte. Auch die Bildsprache war zentral. Sie sollte hoch ästhetisch, urban und stilbewusst wirken und genau jenes Lebensgefühl einfangen, das die Marke ansprechen wollte.
Gerade in dieser Verbindung aus Zeichen, Sprache und Bildwelt gewann das Label seinen Charakter. Aus einem Accessoire wurde eine Haltung. Aus einer Produktidee wurde eine Marke.
Was das Projekt für mich ausmacht
Das Branding für Martin Joyeux zeigt für mich sehr gut, was Identity Design leisten kann, wenn Symbolik und Zielgruppenverständnis sauber zusammenfinden. Das Monogramm ist die Verdichtung einer ganzen Markenidee. Es bringt Name, Anspruch und Lebensgefühl in eine einzige Form. Auf diese Idee, aus M und J mehr zu machen als ein klassisches Monogramm, weil es zugleich Krone ist, bin ich besonders stolz.