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Digital Design für Honeysuckle

Fernzugriff auf die
Wirklichkeit gestalten

UI-Prototyp von Honeysuckle auf mehreren Desktop-Fenstern mit dunkler Oberfläche für Remote-Lab-Workflows und Gerätesteuerung.

Für Honeysuckle habe ich einen ersten klickbaren Prototypen für eine Software gestaltet, die den sicheren Fernzugriff auf reale technische Laborumgebungen ermöglicht. Die Anwendung verbindet cloudbasierte Entwicklung mit physischer Hardware und richtet sich an Teams im Embedded-Umfeld, die kontrolliert, nachvollziehbar und ortsunabhängig mit echten Geräten arbeiten wollen.

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Ansicht des Equipment-Bereichs von Honeysuckle mit Laborgeräten, Statusinformationen und technischer Kartenlogik.

Eine digitale Oberfläche für ein sehr physisches Problem

Die eigentliche Herausforderung lag in der Anwendungstiefe. Es ging um eine Deep-Tech-Umgebung mit Laborlogik, Gerätesteuerung, Testdaten und sicherem Remote-Zugriff. Meine Aufgabe war es, diese Komplexität nicht in allen technischen Details zu erklären, sondern sie in eine Oberfläche zu übersetzen, die erste Nutzungsszenarien klickbar macht.

Der Prototyp sollte vor allem intern, aber auch gegenüber potenziellen Anwendern zeigen, wie das Produkt gedacht ist, wie man sich darin bewegt und welche Funktionen später zusammenspielen. Es ging also nicht nur um Gestaltung, sondern auch um ein gemeinsames Bild der Anwendung in einer sehr frühen Entwicklungsphase.

UI-Ansicht eines technischen Setup-Schemas mit vernetzten Nodes, Gerätekarten und visualisiertem Laboraufbau.

Vom Dashboard bis zum digitalen Laboraufbau

Entstanden sind zentrale Bereiche wie Dashboard, Equipment, Team und ein beispielhafter Workspace. Im Workspace selbst wurden unterschiedliche Ebenen des Produkts sichtbar: ein Übersichtsbereich, eine Instrumentenliste mit Statusanzeigen, ein technisches Setup Scheme mit vernetzten Gerätekarten und Nodes sowie Control Panels für konkrete Steuerungs- und Monitoring-Aufgaben.

Gerade diese Verbindung aus Übersicht und technischer Anmutung war mir wichtig. Die Oberfläche sollte nicht wie ein generisches SaaS-Dashboard wirken, sondern näher an Infrastruktur, Hardware und realen Arbeitsprozessen bleiben.

Dashboard-Ansicht des Honeysuckle-Workspace mit Übersichten, Statusanzeigen und zentralen Arbeitsbereichen für Remote-Labs.

Komplexität benutzbar machen

Die aktuelle Positionierung von Honeysuckle spricht von Hybrid Lab Workflows, Zero-Trust Security, Actionable Test Data und sicherem Zugriff auf reale Geräte. Diese Gedanken mussten sich auch im Interface andeuten: als klare Informationsarchitektur, als technische Lesbarkeit und als Gefühl von Kontrolle in einem System, das sehr viel im Hintergrund organisiert.

Für mich liegt genau darin die Qualität des Projekts. Gutes UI Design macht Komplexität nicht kleiner, sondern benutzbar. Der Prototyp übersetzt eine sehr technische Produktidee in erste digitale Arbeitsoberflächen, mit denen man denken, testen und weiterentwickeln kann.

Control-Panel-Oberfläche von Honeysuckle für Steuerung, Monitoring und Interaktion mit realer Laborhardware aus der Ferne.

Was das Projekt für mich ausmacht

Diese Arbeit war für mich eine echte Herausforderung. Ich musste mich in ein Feld hineindenken, das fachlich weit außerhalb meines ursprünglichen Terrains liegt. Gerade deshalb bin ich froh, mich da durchgebissen zu haben. Der Prototyp hat gezeigt, dass gutes Digital Design auch in hochkomplexen technischen Feldern eine Übersetzungsleistung ist — zwischen Produktidee und Bedienung, zwischen Infrastruktur und Interface.

„Wir sind zu 99 Prozent zufrieden — auch weil 100 Prozent einfach unglaubwürdig wären. Vor allem aber zeigt die Zusammenarbeit, wie gut Tobias uns versteht und unsere Ideen visuell übersetzen kann.“

David Neumair, Mitgründer & CTO Honeysuckle