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Corporate Design für QLEE

Vom Kleeblatt zur Qleeblüte: Ein Zeichen für den Wandel

QLEE-Wortbildmarke für ein Verbundprojekt im Strukturwandel der Lausitz.

QLEE wurde gegründet, um Unternehmen, Beschäftigte, Kommunen und die Zivilgesellschaft der Lausitz im Strukturwandel zu begleiten. Im Zentrum steht die Qualifizierung für erneuerbare Energien und neue Technologien. Für den Verbund entwickelte ich ein Erscheinungsbild, das den Strukturwandel in der Lausitz nicht als Glücksfrage erzählt, sondern als Frage von Qualifizierung, Perspektive und gemeinsamer Zukunft.

Bereich: Corporate Design /
Umfang: Recherche, Analyse, Beratung, Corporate Design, Logo, Icons /

Grafik der drei Initiatoren LEAG, IBBF und Bundesverband Erneuerbare Energie als drei ineinandergreifende Kreise.

Drei sehr unterschiedliche Initiatoren kamen bei QLEE unter einem gemeinsamen Dach zusammen: die LEAG als Energieunternehmen, das IBBF als Bildungsforschungsinstitut und der Bundesverband Erneuerbare Energie mit seinem fachlichen Know-how. Gesucht war ein Erscheinungsbild für ein Modellprojekt im Strukturwandel — mit hoher gesellschaftlicher Relevanz, vielen Zielgruppen und der Aufgabe, Vertrauen in eine neue berufliche Perspektive zu wecken.

Die eigentliche Herausforderung

Der Name QLEE legte für die Logoentwicklung ein Kleeblatt als Grundlage nahe. Genau darin lag das Problem. Ein vierblättriges Kleeblatt ruft Assoziationen von Glück und Zufall hervor. Für einen Verbund, der sich der beruflichen Qualifizierung verschrieben hat, wäre das die falsche Richtung gewesen. Im Konzept habe ich deshalb den Gedanken verschoben: weg vom Kleeblatt, hin zur Kleeblüte. Aus dieser Entscheidung entstand die eigentliche Leitidee des Auftritts. Qualifizierung wurde damit als etwas lesbar, das Menschen Perspektive, Entwicklung und neue Richtung eröffnet.

Wortassoziationen zur QLEE-Bildmarke mit Bezügen zu Qualifizierung, Perspektive und Wandel.
Bildassoziationen zur QLEE-Bildmarke mit Kleeblüte, Suche, Netzwerk, Sonne und Schaufelrad.
Wort- und Bild-Assoziationen mit dem neu entstandenen Zeichen

Ein Zeichen für Qualifizierung und Neuorientierung

Das Logo verdichtet diesen Gedanken in einem einzigen Zeichen. Es abstrahiert den Buchstaben 'Q' und öffnet sich strahlenförmig in alle Richtungen. Darin steckt eine Kleeblüte, aber auch ein Such-Icon (Lupe), ein Netzwerkgedanke und mit etwas Abstand sogar technische und regionale Assoziationen wie Windrad, Sonne oder das Schaufelrad eines Braunkohlebaggers. Gerade diese Offenheit macht das Zeichen stark. Es funktioniert für Unternehmen und Bildungseinrichtungen ebenso wie für Beschäftigte, Kommunen und die Zivilgesellschaft.

Slideshow items

  • QLEE-Bildmarke in Grün auf dunklem Hintergrund.
  • QLEE-Bildmarke in Blau auf dunklem Hintergrund.
  • Varianten der QLEE-Wortbildmarke in unterschiedlichen Farbversionen.

Farbe und Form geben dem Wandel eine Richtung

Auch die Farbgebung war Teil dieser inhaltlichen Setzung. Grün trägt das Zukunftsbild erneuerbarer Energien und einer neuen Blütezeit der Region. Blau stärkt den Gedanken von Qualifizierung, Technik und fachlicher Kompetenz. So verschiebt sich der Fokus des Auftritts weg von bloßer Energiewende-Symbolik und hin zu Bildung, Orientierung und beruflicher Entwicklung. Genau das war mir wichtig: QLEE sollte nicht wie Lobbykommunikation für einzelne Technologien aussehen, sondern wie ein glaubwürdiges Angebot für Menschen im Wandel.

Slideshow items

  • Farbwelt von QLEE mit Grün für erneuerbare Energien, Blau für Bildung und Petrol als Bezug zur Braunkohleherkunft.
  • Im Corporate Design von QLEE definierte Schriftart Faktum mit Beispielen, Zahlen und Anwendungsbegriffen.
  • QLEE-Icons für die Bereiche Photovoltaik, Windenergie, Wasserkraft und Wasserstoff.

Die Identität musste viele Adressaten zusammenführen

QLEE war kein klassischer Markenfall mit klar umrissener Zielgruppe. Das Erscheinungsbild musste Wirtschaft, Verwaltung und Öffentlichkeit zugleich ansprechen und dabei auch intern funktionieren: Viele Hände aus verschiedenen Organisationen sollten später mit dem System arbeiten können. Neben dem Logo entstanden deshalb Farbwelt, Typografie, Icons, Layoutprinzipien, Webdesign und weitere Anwendungen für Print, Social Media und Website. Bis heute zeigt sich die Qualität des Systems genau dort: in seiner Dauer und darin, dass es die sonst naheliegende Vielstimmigkeit eines solchen Verbunds visuell zusammenhält.

Visitenkarten von QLEE in verschiedenen Farbvarianten des Corporate Designs.
Broschüre von QLEE mit Titelmotiv und Gestaltung für Qualifizierung im Bereich Wasserstoff.
Faltblatt von QLEE mit Infografiken und Titel zur Zukunftsqualifizierung in der Lausitz.

Selten habe ich Design- und Grafikarbeiten erlebt, die so stimmig, rund, modern und auf den Punkt waren. Tobias Auffassungsgabe, sein glückliches Händchen für klare, moderne Linien und sein wirklich herausragendes Kommunikations- und Konzeptverständnis haben die Arbeit mit ihm so leicht gemacht.

Olga Vaulina, Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.

Bauzaunbanner von QLEE mit Botschaften zu erneuerbaren Energien und neuen Perspektiven für die Lausitz.
A5-Broschüre von QLEE mit Titelseite zur Qualifizierung der Lausitz für die Zukunft.
Rückseite einer QLEE-A5-Broschüre mit Partnerlogos, Kontaktdaten und QR-Code.
Mehrere QLEE-Broschüren im Format DIN Lang mit Titel zur gemeinsamen Zukunftsqualifizierung der Lausitz.
QLEE-Roll-up mit Informationen zur Mitgliedschaft im Verbund als Beispiel für Markenanwendung im Hochformat.
QLEE-Roll-up mit Verbundinformationen und Fotomotiv für Messe- oder Veranstaltungsanwendungen.
QLEE-Website auf einem iPad mit Startseite und digitaler Anwendung des Corporate Designs.

Was das Projekt heute zeigt

Für mich ist QLEE ein gutes Beispiel dafür, was Identity Design leisten kann, wenn es früh ansetzt und einen komplexen Zusammenhang in eine klare Form bringt. Das Logo wirbt nicht für grüne Technikromantik. Es gibt einer Qualifizierungsoffensive im Strukturwandel ein Zeichen, das offen, zeitlos und tragfähig geblieben ist. Dass das System funktioniert, zeigt sich an seiner fortlaufenden Nutzung über Website, Printmedien, Veranstaltungen und spätere Publikationen hinweg — bis hin zum Praxisleitfaden, in dem QLEE selbst als Blaupause für nachhaltige Transformationsnetzwerke beschrieben wird.